Dem Traumstart folgt der „Super-Tuesday“

„Alle Neune“ hieß es zum Turnierstart des „NÜRNBERGER Versicherungscups“ für Deutschlands Tennisdamen! Zwei waren bereits am Montag im Einsatz, und sie erlebten einen wahren Traumstart.

Tatjana Maria ließ der tschechischen Qualifikantin Marie Bouzkova nicht den Funken einer Chance und siegte mit 6:0, 6:1. Julia Görges hatte mit der Japanerin Nao Hibino nur im ersten Satz Mühe (7:5), im zweiten Satz war die Deutsche mit Nürnberger Wurzeln die Chefin auf dem Platz und gewann mit 6:1.

Der „Super Tuesday“ macht seinem Namen alle Ehre: Nicht weniger als sieben deutsche Tennisdamen sind am Dienstag in Aktion. Leider macht es die Auslosung unmöglich, dass alle sieben Spielerinnen in die nächste Runde einziehen können, weil es zu internen Duellen kommt. So trifft Laura Siegemund, 29 Jahre alt und Nummer 32 der Welt, auf die um zehn Jahre jüngere Katharina Hobgarski (WTA 267), die von der Turnierdirektorin eine Wildcard bekommen hat! Und Annika Beck (23 Jahre/WTA 70) bekommt es mit der 18-jährigen Qualifikantin Lena Rüffer(WTA 781) zu tun.

 

Laura Siegemund zeigt sich motiviert

Mit Verspätung, weil sie im Stau gesteckt ist, kam Laura Siegemund am Montagnachmittag in Nürnberg an, wo sie als Nummer 32 der aktuellen Weltrangliste die am besten gesetzte deutsche Spielerin ist. Die Nummer vier des WTA-Turniers „NÜRNBERGER Versicherungscup“ lässt sich zwar nicht in die Favoritenrolle drängen, weiß aber sehr wohl, dass sie zum engsten Kreis der Sieganwärterinnen zählt. Zuzutrauen ist es der 29-Jährigen allemal, dass sie den „Doppelpack“ schafft – nach dem Triumph in Stuttgart auch das zweite WTA-Turnier auf deutschem Boden in Nürnberg zu gewinnen.

Ich rede ungern am ersten Tag über ein Finale, es warten schwierige Aufgaben in dieser Woche, die es zu meistern gilt.“ Ehrlich, wie sie nun mal ist, gibt Laura Siegemund zu, dass sie in Nürnberg nur spielt, weil es ein deutsches Turnier ist. Ansonsten hätte sie sich lieber in Ruhe auf die French Open vorbereitet. Vor ihrer Erstrundengegnerin, der 19-jährigen Katharina Hobgarski, hat sie Respekt. „Ja, ich werde sie nicht unterschätzen, denn im Vorjahr bei den deutschen Meisterschaften habe ich gegen Katharina verloren.“

„Ich habe nichts zu verlieren, kann nur gewinnen.“ Eine perfekte Einstellung, mit der die 19-jährige Katharina Gerlach (WTA 541) ins Match gegen die niederländische Titelverteidigerin Kiki Bertens (25 Jahre/WTA 19) geht. Carina Witthöft (22 Jahre/WTA 80) fordert die um 22 Plätze besser klassierte 28-jährige Schwedin Johanna Larsson. Und Qualifikantin Anna Zaja  (25 Jahre/WTA 265) hat die im Ranking auf 51 gereihte Kasachin Yaroslava Shvedova (29 Jahre) zur Gegnerin.

 

Pechvogel Genie Bouchard

Der Pechvogel des Turniers steht auch schonfest: Genie Bouchard, die Siegerin von 2014, musste am Montagabend wegen einer im Training erlittenen Verletzung im rechten Knöchel passen, wie sie Turnierdirektorin Sandra Reichel ganz verzweifelt aus dem Hotelzimmer mitteilte. Somit steht die an Nummer zwei gesetzte Kasachin Yulia Putintseva in Runde zwei!