Eine Liebeserklärung an Nürnberg

NÜRNBERGER Versicherungscup 2018: Julia Görges kommt als Deutschlands beste Tennisspielerin und freut sich auf das „einzigartige Publikum“ bei ihrem Match am Montag gegen Kristyna Pliskova / Bertens spielt gegen Qualifikantin Radanovic / Anna Zaja qualifiziert sich für das Hauptfeld

(Nürnberg, 20.05.2018) Fünf WTA-Turniere hat Julia Görges in ihrer Karriere bereits gewonnen – als Erstes das NÜRNBERGER Gastein Ladies im Jahr 2010 in Bad Gastein. Knapp ein Jahr später folgte der Triumph beim Porsche Grand Prix in Stuttgart, bis zu Turniersieg Nummer drei dauerte es dann eine Weile. Nach mehr als sechs Jahren gelang „Jule“ 2017 in Moskau wieder ein Titelgewinn. Damit qualifizierte sie sich für die WTA Elite Trophy in Zhuhai, die sie ebenfalls gewann. Im Finale besiegte Görges dort Coco Vandeweghe in zwei Sätzen.

Am 7. Januar 2018 schlug die 29-jährige Deutsche im Finale des Turniers von Auckland die Weltranglistendritte, die Dänin Caroline Wozniacki, und gewann damit ihr drittes Turnier in Folge. Diese tolle Erfolgsserie kam auch in der Weltrangliste zum Ausdruck: Im Februar 2018 wurde Julia Görges erstmals in ihrer Karriere als Nummer zehn der Welt in den Top 10 geführt. Im aktuellen WTA-Ranking vom 14. Mai liegt „Jule“ als bestplatzierte Deutsche an elfter Stelle.

Nach Nürnberg reist Görges erst kurzfristig an, weil sie nach dem Ausscheiden in Rom daheim in Regensburg trainiert hat. Die Auslosung am Samstag in der Lotto Bayern Akademie hat sie natürlich aufmerksam verfolgt. Sie weiß, dass das Match gegen Kristyna Pliskova alles andere als ein Spaziergang wird. „Ich freue mich schon auf den Center Court und auf die Unterstützung zahlreicher Fans bei meinem Turnierauftakt beim Nürnberger Versicherungscup“, erklärt Julia Görges.

Bertens gegen Rüffer-Bezwingerin

Kiki Bertens, Siegerin von 2016 und 2017, startet die „Mission Titelverteidigung“ am Pfingstmontag mit dem Match gegen Dejana Radanovic. Die Serbin hat sich am Sonntag in der Qualifikation gegen die Deutsche Lena Rüffer durchgesetzt.

Und wie hat die topgesetzte Sloane Stephens den Pfingstsonntag verbracht? Den Vormittag nützte die US-Open-Siegerin zu einer intensiven Trainingseinheit mit Andrea Petkovic. Wobei sich die Deutsche in einer Top-Verfassung präsentierte. Die Petkovic-Fans dürfen sich am Dienstag auf ihr Match gegen die Rumänin Sorana Cirstea freuen!

Kampfgeist von Anna Zaja wurde belohnt

Die Finalrunde der Qualifikation ist am Pfingstsonntag für zwei von drei deutschen Spielerinnen nicht wunschgemäß verlaufen. Die 19-jährige Lena Rüffer und die 31-jährige Anne Schäfer sind fast zeitgleich gescheitert. Rüffer verlor auf dem Center Court gegen die Serbin Dejana Radanovic mit 5:7, 3:6, Schäfer unterlag auf dem Show Court der Slowakin Kristina Kucova mit 3:6, 2:6.

Ein Marathonmatch lieferten einander Anna Zaja und Anastasia Zarycka. Nach 2:34 Stunden jubelte die Deutsche über den Einzug in das Hauptfeld, Zaja hat den Tennis-Krimi gegen die Tschechin mit 6:7, 6:3, 6:4 gewonnen. Im ersten Satz hatte die 26-jährige Anna Zaja im Tiebreak bereits mit 6:2 geführt und noch mit 9/11 verloren. Für ihre kämpferische Glanzleistung ist die Deutsche von den Fans auf dem Center Court begeistert gefeiert worden. Zajas Erstrundengegnerin im Hauptfeld ist die Tschechin Katerina Siniakova.

Als erste deutsche Spielerin war Katharina Hobgarski bereits am Pfingstsonntag im Hauptfeld im Einsatz. Sie bot im ersten Satz eine tolle Leistung, vergab aber leider einen Satzball und verlor gegen die Spanierin Lara Arruabarrena mit 6:7 (6/8), 1:6.