Finale der Power-Frauen

USA gegen Schweden: Alison Riske und Johanna Larsson spielen um den Turniersieg beim NÜRNBERGER Versicherungscup 2018.

(Nürnberg, 25.05.2018) Zum dritten Mal im Finale: Mit Johanna Larsson qualifizierte sich am Freitag eine Nürnberg-Spezialistin für das Endspiel. Zur Erinnerung: Die 29-jährige Schwedin hat 2016 mit ihrer Partnerin Kiki Bertens die Doppelkonkurrenz gewonnen, 2017 setzte es für das niederländisch-schwedische Duo mit 6:3, 3:6, 9:11 eine denkbar knappe Finalniederlage gegen Nicole Melichar (CZE)/Anna Smith (GBR).

„Bei allen Erfolgen im Doppel fühle ich mich als Einzelspielerin“, sagte Johanna Larsson nach dem 4:6, 6:3, 6:1-Triumph im Halbfinale gegen die als Nummer acht gesetzte Tschechin Katerina Siniakova. Ihren bisher einzigen Sieg auf der WTA-Tour hatte Larsson 2015 in Bastad gefeiert (mit einem Finalerfolg über Mona Barthel). Larsson musste an diesem Freitagabend noch einmal spielen – und siegte im Doppel-Viertelfinale mit Partnerin Kirsten Flipkens gegen das deutsche Duo Katharina Gerlach/Lena Rüffer mit 6:3, 7:5.

Alison Riske ist am Vormittag ins Halbfinale eingezogen, weil ihre rumänische Gegnerin Sorana Cirstea bei 2:6, 7:5, 1:0 aus der Sicht von Riske wegen einer Oberschenkelverletzung aufgeben musste. Am Nachmittag hat sich Riske mit einem überzeugenden 6:3, 6:1-Erfolg über Kirsten Flipkens ins Finale gespielt. Die 27-Jährige US-Amerikanerin mit deutschen Wurzeln hatte am 15. Mai 2017 ihr Karriere-Highlight mit Platz 36 in der Weltrangliste erreicht. Ihren einzigen WTA-Einzeltitel hatte sie 2014 in Tianjin bejubelt (Finalsieg über Belinda Bencic).

„Es wird ein harter Fight im Finale mit Johanna, sie ist eine sehr gute Sandplatzspielerin“, erklärte Riske, die sich beim NÜRNBERGER Versicherungscup schon im Vorjahr sehr wohl gefühlt hat. Zwei Power-Frauen im Endspiel 2018 – die Zuschauer dürfen sich auf einen beherzten Kampf freuen!

Marathon-Frau Flipkens

Kirsten Flipkens war mit drei Einsätzen die Marathon-Frau des Tages. Begonnen hat der Freitag für die Belgierin um 10.30 Uhr mit dem Viertelfinalspiel gegen die Titelverteidigerin und zweifache Nürnberg-Gewinnerin Kiki Bertens. Die 32-jährige Belgierin besiegte die 26-jährige Niederländerin mit 7:5, 3:6, 6:7 (3:7).

An dieses Match wird sich Kiki Bertens wohl noch lange erinnern. Begonnen hat es auf dem Center Court, doch beim Stand von 4:3 reklamierte die Titelverteidigerin, es sei zu rutschig auf dem Center Court, worauf das Match kurzerhand auf Platz fünf verlegt wurde. Was Bertens letztlich kein Glück brachte. „Ja, ich bin sehr enttäuscht. Aber das hat nichts mit meiner guten Erinnerung an das Turnier zu tun. Ich liebe Nürnberg und komme nächstes Jahr sicher wieder“, sagte die zweifache Siegerin des NÜRNBERGER Versicherungscups.