Heißes Finale um den NÜRNBERGER Versicherungscup

Yulia Putintseva und Tamara Zidansek wollen jeweils ihren ersten Titel auf der WTA-Tour gewinnen

(Nürnberg, 24.05.2019) – Im Finale des NÜRNBERGER Versicherungscups 2019 trifft am Samstag die topgesetzte Kasachin Yulia Putintseva auf die erst 21-jährige Slowenin Tamara Zidansek. Beide Spielerinnen greifen beim zweitgrößten deutschen Dammentennis-Turnier nach ihrem ersten Titel auf der WTA-Tour. Putintseva bezwang im Halbfinale Sorana Cirstea aus Rumänien mit 6:4, 7:5. Zidansek schlug die an zwei gesetzte Tschechin Katerina Siniakova mit 7:6 (4) und 6:2.

Yulia Putintseva waren die Strapazen des bisher längsten Matches in der Geschichte des Turniers – im Viertelfinale gewann sie erst nach drei Stunden und 21 Minuten gegen Anna-Lena Friedsam – nicht im Geringsten anzumerken. Die 24-Jährige sprühte vor Kampfkraft und Spielfreude, wirkte von Beginn an enorm fokussiert und machte vor allem fast keine Fehler. Dazu schlug die Nummer 39 der Weltrangliste stark auf und war darüber hinaus auch noch sehr effizient. Lediglich als sie schon kurz davor stand, ihr Finalticket zu lösen, geriet Putintseva nochmal etwas ins Schlingern, verlor erstmals im Match ihren Aufschlag, war allerdings kurz danach sofort wieder bei der Sache.

Nach einer Spielzeit von einer Stunde und 51 Minuten machte die Putinsteva schließlich den dritten Einzug in ein WTA-Finale perfekt. „Der Unterschied war heute der Aufschlag. Ich habe wirklich sehr präzise serviert, und bis zum letzten Punkt gekämpft“, meinte Putintseva, die darauf hofft, am Samstag erstmals eine WTA-Trophäe gewinnen zu können. Bei ihren ersten beiden Anläufen in St.Petersburg (2017) und Ghuangzou (2018) zog die kasachische Fed Cup-Spielerin jeweils den Kürzeren. „Das waren jeweils unterschiedliche Bedingungen. Daraus kann man sicher nichts für das morgige Finale ableiten. Ich muss einfach meinen Job erledigen und versuchen mein Spiel so gut wie möglich auf den Platz zu bringen“, meinte Putintseva, die mit Finalgegnerin Zidansek nach der verlorenen Partie vor wenigen Wochen in Rabat noch eine Rechnung zu begleichen hat.

Die 21-Jährige Slowenin ist eine der Entdeckungen der vergangenen Monate auf der WTA-Tour. Mit großer Unbekümmertheit und einem sehr abwechslungsreich angelegten Spiel hat sie ihre Gegnerinnen reihenweise überrascht und auch das Halbfinale gegen Katerina Siniakova auf den Kopf gestellt. Zwar gab Zidansek im ersten Satz dreimal ihren Aufschlag ab und Siniakova servierte beim Stand von 5:4 sogar zum Satzgewinn, doch die junge Slowenin blieb ihrem aggressivem Spiel treu und wurde im Tiebreak belohnt. Den Schwung nahm die in Doha lebende Rechtshänderin auch mit in den zweiten Durchgang und führte schnell mit einem Doppelbreak. Nach einer Stunde und 25 Minuten verwandelte Zidansek den ersten Matchball.

„Ich habe einfach versucht, aggressiv zu bleiben und mein Match zu spielen. Seitdem ich hier in Nürnberg die Trainingsplätze betreten habe, fühle ich mich sehr wohl. Jetzt freue ich mich auf mein erstes Finale. Das wird sicher ein sehr harter Kampf“, blickt Zidansek auf das Endspiel voraus.