Weltklasse Damentennis vom 19. bis 26. Mai 2018

Die Nürnberger LK-Turnierserie

 

Tennisdeutschland 2016: Angelique Kerber gewinnt die Australian Open und die US Open – wir haben eine neue Nummer eins der Welt! Es folgen Auftritte bei der Bambi Verleihung und die Wahl zur Sportlerin des Jahres. Bei den Herren sorgt Shootingstar Alexander Zverev mit seinem unaufhaltsamen Aufstieg für Aufsehen. Kurz: Tennis ist wieder in den nationalen Schlagzeilen. Doch auch an der Basis hat sich einiges getan, denn Leistungsklassenturniere – oder kurz LK-Turniere – revolutionieren die Turnierszene. 

 

Das Leistungsklassensystem – im Grundsatz eine mit dem Handicap im Golf vergleichbare Einstufung – hat ein neues Spielfeld für ambitionierte Freizeitspieler eröffnet. Woche für Woche messen sich etwa 450.000 Leistungsklassenspieler auf Tennisplätzen in ganz Deutschland, zusammengefasst unter dem Dach der etwa 5.000 Veranstaltungen umfassenden Nürnberger LK-Turnierserie und abgebildet auf dem Onlineportal mybigpoint.

 

Aber wo genau liegt eigentlich der Reiz? „Für die Freizeitspieler bietet das LK-System ganz neue Möglichkeiten, sich neben den Mannschaftsspielen individuell zu messen und die Begeisterung für ihren Sport noch intensiver auszuleben“, sagt Dr. Natalie Schwägerl vom Namensgeber der nationalen LK-Turnierserie, der Nürnberger Versicherung. „Mit unserem Engagement und unseren Wettbewerben versuchen wir Anreize zu setzen, damit Aktive möglichst viele LK-Punkte sammeln und Vereine ihre Mitglieder zur Teilnahme an Medenspielen und LK-Turnieren motivieren. Damit wollen wir über das von uns gesponserte WTA-Turnier in Nürnberg hinaus einen Beitrag zur Stärkung der deutschen Tennisszene leisten.“

 

Spaß am Wettkampf für Jedermann, ganz ohne Preisgelder in Millionenhöhe oder eine Live-Übertragung im Fernsehen: Das ist der Schlüssel zum Erfolg. Es geht hier um die Liebe zum Sport, die sich in Form der selbst organisierten LK-Turniere zeigt. Im vergangen Jahr gab es alleine in Hessen 418 Stück an mehr als 150 Standorten.

 

Ein unglaublicher Kraftakt für alle freiwilligen Helfer und ehrenamtlichen Organisatoren, die ihre Freizeit für einen gelungenen Wettkampfverlauf einsetzen. Anerkennung gibt es dafür auch von Michael Otto, dem Vizepräsidenten des Hessischen Tennis-Verbandes: „Es ist wirklich ein erheblicher Aufwand, ein LK-Turnier durchzuführen. Für viele Vereine besteht so die Möglichkeit, ihre Jugendkasse etwas aufzubessern. Damit sich das aber am Ende lohnt, müssen die Felder ordentlich gefüllt sein.“

 

Und tatsächlich: Die Nachfrage nach LK-Wettbewerben im letzten Jahr war riesig, das Angebot entsprechend groß. Besonders Juniorinnen und Junioren profitierten von den vielen Chancen, ihre Leistungsklasse zu verbessern. Jeder dritte Wettkampf in Hessen wurde 2016 ausschließlich für Nachwuchsspieler durchgeführt. „Insgesamt war die Neuschaffung der LK-Turnierserie vor sechs Jahren ein Segen für die Turnierlandschaft in Hessen. Jahr für Jahr gibt es immer mehr Turniere“, so Michael Otto.

 

Um die Freude am Wettbewerb noch weiter zu fördern, gibt es das sogenannte Nürnberger Club-Race. Hier werden die Ergebnisse der Clubmitglieder aus der LK-Turnierserie, von Meisterschaften oder Mannschaftsspielen zusammengerechnet und bundesweit verglichen. Bis Ende September haben Vereinsspieler Zeit, ihren Club an die Spitze des nationalen Rankings zu führen, um die von der Nürnberger Versicherung zur Verfügung gestellten Siegerschecks im Wert von insgesamt 5.000 Euro für die Jugendförderung zu gewinnen.

 

Dank der Erfolge von Angelique Kerber und Alexander Zverev sowie nicht zuletzt der beliebten Nürnberger LK-Turnierserie begeistert der Tennissport in Deutschland die Massen. Michael Otto bringt es auf den Punkt: „Tennis ist wieder hip geworden.“