Barthel bereit für Duell mit Bertens

Das wird ein Hit für die Zuschauer: Mona Barthel trifft am Mittwoch im Achtelfinale auf die zweifache Nürnberg-Siegerin Kiki Bertens. Barthel hat am Dienstag das über zwei Tage führende deutsche Duell mit Carina Witthöft mit 7:5, 6:3 gewonnen. Das Match war am Vorabend wegen eines einsetzenden Gewitters nach dem ersten Satz abgebrochen worden. Die Niederländerin Bertens hatte am Pfingstmontag die „Mission Titelverteidigung“ souverän gestartet – mit einem 6:1, 6:1-Erfolg über die serbische Qualifikantin Dejana Radanovic.

„Es war ein Superstart für Mona. Es ist unglaublich schwierig, gegen eine gute Freundin spielen zu müssen. Man hat den beiden auch angemerkt, dass sie manches Mal einen Gedanken zu viel im Kopf hatten, weil sie eben einander sehr gut kennen. Ich denke, es war eine hochklassige Partie. Mona wird jetzt mit viel Rückenwind ins Spiel gegen Kiki Bertens gehen, das wird eine große Herausforderung für sie“, analysierte Christopher Kas, Ex-Profi und Trainer von Mona Barthel. Sein Schützling pflichtete ihm bei: „Ja, es ist eine tolle Chance für mich, gegen die Titelverteidigerin zu spielen. Da werde ich sehen, auf welchem Level ich im Moment stehe. Ich habe jedenfalls nichts zu verlieren“, sagte die
27-Jährige, die in Rosenheim ihre zweite Heimat gefunden hat.

Petkovic verpasst Sieg knapp

Ein Wechselbad der Gefühle hat Andrea Petkovic in ihrem Match gegen Sorana Cirstea erlebt. Nach der 6:2, 2:0-Führung schien es nur eine Frage der Zeit zu sein, ehe die 30-Jährige über den Aufstieg ins Achtelfinale jubelt. Doch in der Folge kam Cirstea immer besser ins Spiel und gewann den zweiten Satz im Tiebreak mit 7:6 (7:3). Der dritte Satz bot den Fans auf der wiederum dicht gefüllten Tribüne auf dem Center Court Hochspannung bis zum letzten Ballwechsel. Petkovic führte bereits mit 5:3, besiegelte dann aber mit drei Fehlern ihr Schicksal. Endstand nach einer Spielzeit von 2:39 Stunden: 2:6, 7:6, 7:6 für die Rumänin. „Es war schön zu sehen, dass die Menschen noch wissen, wer ich bin und mich noch sehen wollen – und sie haben wieder Drama bekommen“, sagte eine schwer enttäuschte „Petko“ nach dem Match.

Cirstea trifft nun auf die US-Amerikanerin Madison Brengle (heute nicht vor 13 Uhr auf dem Center Court).

Dunkelheit war Spielverderber

Weil alle Spiele auf dem Center Court ziemlich lange dauerten, begann das Match zwischen Sloane Stephens und Yulia Putintseva erst gegen 18.30 Uhr. Im ersten Satz setzte sich die topgesetzte US-Amerikanerin denkbar knapp mit 7:5
durch, den zweiten Satz entschied die Kämpfernatur aus Kasachstan mit 6:4 für sich. Im Entscheidungssatz kam die US-Open-Siegerin von 2017 zu einer schnellen 2:0-Führung, Putintseva gelang prompt der Ausgleich zum 2:2. Bei
3:2-Führung (40:15) vergab die Kasachin dann die Chance auf das 4:2. Gegen 20.40 Uhr wurde das Match beim Stand von 3:3 dann wegen der schon schlechten Sichtverhältnisse auf dem Center Court abgebrochen und auf heute, Mittwoch, verschoben.