Deutsches Duell im Achtelfinale des NÜRNBERGER Versicherungscups

Anna-Lena Friedsam fordert Andrea Petkovic – Ermäßigungen aufgrund von Regenunterbrechungen

(Nürnberg, 21.05.2019) Das wird das bisherige Turnier-Highlight! Im Achtelfinale des NÜRNBERGER Versicherungscups kommt es am Mittwoch zu einem deutschen Duell zwischen Anna-Lena Friedsam und Andrea Petkovic. Nachdem sich Friedsam im Nürnberger Nieselregen gegen Irina-Camelia Begu aus Rumänien behaupten konnte (4:6, 6:3, 6:3), setzte sich Petkovic glatt gegen die türkische Qualifikantin Cagla Buyukakcay durch (6:3, 6:2).

„Petko“ zauberte nicht nur eine solide Leistung, sondern nach dem verwandelten Matchball auch noch ihren legendären „Petko Dance“ auf die nasse Asche am Valznerweiher. „Wenn Beats kommen, dann ist mein Körper machtlos. Ich war zufrieden mit meinem Spiel und habe mich sehr darüber gefreut, in Nürnberg mal wieder ein Spiel zu gewinnen. Jeder Tag, den ich länger hierbleiben darf, ist ein Geschenk“, resümierte die Darmstädterin, die nur lobende Worte über ihre nächste Gegnerin fand. „Ich halte enorm viel von Anna-Lena. Sie ist eines der brillantesten Talente, die wir haben. Mich überzeugt es immer, wenn eine Spielerin Waffen hat. Und Anna-Lena weiß, wie sie diese einzusetzen hat“, fasste Petkovic zusammen. Die 25-jährige Rheinland-Pfälzerin überzeugte gegen Irina-Camelia Begu vor allem kämpferisch und startete nach verlorenem ersten Satz eine energische Aufholjagd. „Ich mag es, wenn ich mich in so ein Match reinbeißen kann. Ich musste mir meinen Status in dieser Partie erarbeiten und bin schon stolz darauf, wie ich diese schwierigen Bedingungen gemeistert habe“, sagte Friedsam, die sich nach zwei Schulteroperationen auf ihrer „Comeback-Tour“ befindet.

Die Begegnungen von Sabine Lisicki und Jule Niemeier konnten dagegen aufgrund des gegen 14.45 Uhr einsetzenden Regens nicht beendet werden und erfahren heute eine Neuauflage. Lisicki verlor zwar den ersten Satz gegen Ajla Tomljanovic aus Australien mit 2:6, führte zum Zeitpunkt des Abbruchs aber in Durchgang zwei mit einem Break (2:1). Jule Niemeier, die nach erfolgreicher Qualifikation erstmals in einem WTA-Hauptfeld steht, muss gegen Kristyna Pliskova einen 1:6, 3:5-Rückstand umbiegen.

Aufgrund des Regens: 50% Ermäßigung auf die Achtelfinaltickets

Eine ganz besondere Aktion gibt es am Achtelfinaltag für alle Zuschauer, die in den letzten beiden Tagen unter den langen Regenunterbrechungen leiden mussten: Wer am Mittwoch an der Tageskasse ein Ticket von Montag oder Dienstag vorzeigt, erhält für seine Karte am Achtelfinaltag eine Ermäßigung von 50%. Eine tolle Aktion für alle fränkischen Tennisfans – vor allem weil der Wetterbericht für die Metropolregion endlich Besserung verspricht.

Vorjahresfinalistin ausgeschieden

Nicht mehr mit im Turnier ist Alison Riske, die im Vorjahr noch im Endspiel um den NÜRNBERGER Versicherungscup stand. Die US-Amerikanerin unterlag in der Fortsetzung ihrer am Montag unterbrochenen Begegnung der Qualifikantin Nina Stojanovic mit 6:7 (6), 6:2, 2:6. Die Serbin Stojanovic war nach viereinhalbmonatiger Verletzungspause erst Anfang April wieder auf die WTA-Tour zurückgekehrt ist.

Rittner: “Ich wünsche mir, dass das Turnier in Nürnberg bleibt.”

Barbara Rittner ist seit der Premiere des NÜRNBERGER Versicherungscups eine stetige Begleiterin des zweitgrößten deutschen Damentennis-Turniers. Nach den Erfolgen von Anna-Lena Friedsam und Andrea Petkovic nutzt die „Head of Womens Tennis“ im Deutschen Tennis Bund (DTB) die Regenpause am gestrigen Nachmittag, um in einem Pressegespräch die Leistungen der Lokalmatadorinnen einzuschätzen. „Für Anna-Lena ist dieser Sieg gegen Begu ein tolles Ergebnis. Gerade bei den schwierigen Bedingungen, die sie ausblenden musste. Andrea hat ihre Aufgabe wirklich sehr souverän gelöst. Entscheidend war, dass beide bei diesen Verhältnissen mit der richtigen Einstellung ans Werk gegangen sind. Für das Achtelfinale erwarte ich mir ein wirklich schönes Match der beiden und hoffentlich besseres Wetter“, blickte die 46-Jährige voraus. Auch bei Sabine Lisicki sah Rittner übrigens ganz genau hin. „Sabine fehlen einfach die Matches und damit hat sie auch nicht die Routine in den engen Situationen. Es sind die Kleinigkeiten, die entscheiden. Aber sie hat das Tennisspielen ganz sicher nicht verlernt.“

Deutliche Worte findet Rittner auch bezüglich der Zukunft des zweitgrößten deutschen Damentennis-Turniers am Valznerweiher: „Ich würde mir sehr wünschen, dass das Turnier in Nürnberg bleibt. Ich unterstützte Sandra Reichel dabei, hier eine Lösung zu finden, denn sie hat in in den letzten Jahren mit ihrem Team etwas Tolles aufgebaut“, hielt Rittner fest.